Begleit­hun­de­aus­bil­dung

Der Hund als zuver­läs­si­ger Part­ner in jeder Situa­ti­on des All­tags

Man soll es nicht glau­ben, aber das Leben mit einem Hund umfasst noch mehr als das Spiel, den Spaß und das Trai­ning auf unse­rem Hun­de­platz. Sei es ein Abend­essen im Restau­rant, ein Spa­zier­gang durch die beleb­te Fuß­gän­ger­zo­ne, eine gemein­sa­me Fahrt in Bus oder Bahn, viel­leicht muß man auch mal für eini­ge Wochen mit einem Gips­bein aus­kom­men.

Wie wich­tig es ist, auch in sol­chen Situa­tio­nen in sei­nem Hund einen ver­läss­li­chen Part­ner zu haben, wird einem spä­tes­tens dann bewusst, wenn man sich selbst in der Rol­le des läs­ti­gen Bal­lasts am Ende der stramm gespann­ten Lei­ne wie­der fin­det.

Jog­ger, Rad­fah­rer, vor­bei­fah­ren­de Last­wa­gen…? Mir doch egal!

Damit es gar nicht so weit kommt

Zwi­schen März und Novem­ber bie­ten wir des­halb die Begleit­hun­de­aus­bil­dung an. Hier wird alles ver­mit­telt, was das gemein­sa­me All­tags­le­ben etwas ent­spann­ter gestal­ten kann. Im Mit­tel­punkt steht hier­bei, Euren Hund so auf Euch zu fixie­ren, dass äuße­re Ein­flüs­se an Reiz ver­lie­ren.

In vie­len ver­schie­de­nen Ein­zel­übun­gen auf dem Platz und außer­halb, lernt Ihr, Euch und Euren Hund zu einem ein­ge­spiel­ten Team zu ent­wi­ckeln. Ein­fach wäre es nun, wenn die wöchent­li­che Übungs­stun­de genü­gen wür­de, aber das reicht lei­der bei Wei­tem nicht aus. Ihr bekommt des­halb Haus­auf­ga­ben mit, die im Lau­fe der Woche immer wie­der geübt wer­den müs­sen. Wenn Ihr aber immer wie­der das Ziel des gut erzo­ge­nen Hun­des vor Augen habt, könnt Ihr Euch schon bald über der ers­ten Erfol­ge im All­tag freu­en.

Die Prü­fung folgt im Herbst

Im Rah­men einer abschlie­ßen­den Prü­fung, die von einem exter­nen Prü­fungs­rich­ter abge­nom­men wird, gilt es, das Gelern­te unter Beweis zu stel­len. Die drei Tei­le der Prü­fung sind vom Ver­band für das Deut­sche Hun­de­we­sen (VDH) vor­ge­ge­ben und bestehen aus:

  • einem Sach­kun­de­nach­weis (hier kön­nen nur die Hal­ter ins Schwit­zen kom­men)
  • einem Gehor­sam­s­teil
  • dem Ver­kehrs­teil

Sach­kun­de­nach­weis

In dem theo­re­ti­schen Prü­fungs­teil gilt es, 40 Wis­sens- und Ver­ständ­nis­fra­gen rund um den Hund im Mul­ti­ple-Choice-Ver­fah­ren zu beant­wor­ten. Wir bie­ten hier auch ein Fra­ge- und Ant­wort-Quiz zur Vor­be­rei­tung auf die­se Prü­fung an. Die rich­ti­ge Beant­wor­tung von min­des­tens 27 Fra­gen qua­li­fi­ziert die Prüf­lin­ge für die Teil­nah­me an den fol­gen­den prak­ti­schen Prü­fungs­tei­len.

Gehor­sam­s­teil

In einem fest­ge­leg­ten Lauf­sche­ma auf dem Platz wer­den mit und ohne Lei­ne ver­schie­de­ne Gang­ar­ten, Grund­stel­lun­gen und Ablen­kun­gen geprüft. Hier sind kei­ner­lei Hilfs­mit­tel wie Lecker­li oder Spiel­zeu­ge erlaubt.

Ver­kehrs­teil

Der fina­le Teil der Prü­fung spie­gelt All­tags­si­tua­tio­nen außer­halb des Plat­zes wie­der. An einer stark fre­quen­tier­ten Stra­ße wird der Gesamt­ein­druck der “Mensch und Hund”-Teams im Stra­ßen­ver­kehr beguta­chet. Auch wenn der Hund hier aus Sicher­heits­grün­den ange­leint läuft, soll­te die Lei­ne zu kei­ner Zeit gespannt sein. Der Hund soll sich gemäß Prü­fungs­ord­nung zu jeder Zeit gleich­gül­tig gegen­über Fuß­gän­gern, Rad­fah­rern, Autos und ande­ren Tie­ren ver­hal­ten. Ange­leint und allein gelas­sen soll sich der Hund ruhig ver­hal­ten.

Wenn alle Tei­le der Prü­fung absol­viert und bestan­den sind, ist der vier­bei­ni­ge Freund ein “ver­kehrs­si­che­rer Begleit­hund” und Herr­chen oder Frau­chen hat allen Grund, stolz zu sein.

Bil­der von unse­rer Begleit­hun­de­prü­fung im Herbst 2017